Francesco Sanzo

Der im ländlichen Kalabrien geborene Autor Francesco Sanzo kam in den 1950er Jahren mit elfeinhalb Jahren zusammen mit seinem Vater nach Deutschland. Im Saarland fanden sie ein neues Zuhause. Das Land suchte nach dem Zweiten Weltkrieg händeringend Arbeitskräfte in der Industrie und im Baugewerbe. Diesem Ruf folgte der Vater, nicht zuletzt, um der Not im Süden Italiens zu entkommen und seinen jüngsten Kindern eine bessere Zukunft zu bieten.

 

Auch der Sohn nahm eine Arbeit in einer Zinkerei an, doch nach vier Wochen stellte man fest, dass er dafür noch zu jung war. Integration gab es im damaligen Deutschland nicht, weder Schule noch Sprachkurs wurden den Gastarbeitern angeboten. Stattdessen trafen sie auf Vorurteile, Ignoranz, Intoleranz und Anfeindungen.

 

Die in seiner Kindheit gesammelten Lebenserfahrungen stärkten Francesco Sanzo in seinem Willen, sich anzupassen, aber niemals aufzugeben. Er lernte, sich zu wehren, aber auch tolerant zu sein und sich zielstrebig für eine gute und bessere Zukunft für seine Familie einzusetzen.

 

Francesco Sanzo brachte sich alles Nötige selbst bei und schaffte es, sich in die Gesellschaft zu integrieren, dabei jedoch seine italienische Mentalität und Lebensart zu bewahren. Er war erfolgreich im Beruf, ist verheiratet und Vater von drei Söhnen.

 

 Seit 2004 schreibt er Bücher, die unterschiedlicher nicht sein könnten: von Kinderbüchern über Kriminalerzählungen bis zu Romanen – sein Ideenreichtum ist dabei schier unerschöpflich.